Stand: 07.09.14

Brauvorgang

 

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Die für Hausbrauer typischen Brauutensilien zeichnen sich dadurch aus, dass keine Brauanlage der anderen gleicht. Es reicht vom einfachen Kochtopf auf der Herdplatte bis zu professionellen, käuflich erworbenen Spaßbremsanlagen. Ich für meinen Teil bin gestartet mit der  "20 Liter-Klasse". Einem 28 Liter Einkochtopf, Küchensieb, Thermometer und Holzlöffel (Ausbaustufe I). In verschiedenen Etappen (Ausbautufe II. und III.) arbeitete ich mich hoch bis zur heutigen Anlage (Ausbaustufe IV.), einem umfunktionierten Wurstkessel. Dieser ist mein ganzer Stolz, denn hier braue ich in zwei Kupferkesseln, zu deren Krönung ich noch zwei Kupferhauben aufsetzte.

In diesen Kupferkesseln, der Brauer spricht von "Pfannen oder Bottichen" wird aus Wasser und gemahlenem Malz, die Maische hergestellt.In dieser Maische wurde die Stärke des Korns freigesetzt und in vergärbare Zucker umgewandelt . In Wirklichkeit viel komplizierter, aber für den Anfang reicht es.

Im Läuterbottich setzen sich die nicht lösbaren Bestandteile, der sogenannte Treber, am Boden ab und bilden eine natürliche Filterschicht, durch die die Würze abläuft. In der "Sudpfanne" wird dann die Bierwürze unter Zugabe feinster Hopfens etwa 90 Minuten gekocht, bis der Hopfen seine Inhalts- und Aromastoffe abgegeben hat. Die Würze fließt anschließend bei 20 Grad C in das Gärfass. Dort wird nach Zugabe der Biertypischen Hefen Malzzucker in Alkohol und Kohlensäure umgewandelt. Untergärige Bier werden dabei auf 10 - 14 Grad C, Obergärige Biere bei 18 - 20 Grad C gekühlt. Durch die Umwandlung in Alkohol wird der Stammwürzegehalt, der zweieinhalb bis dreimal höher ist als der spätere Alkoholgehalt, langsam abgebaut. Nach der Hauptgärung wird das Jungbier kurz vor der endgültigen Vergärung geschlaucht, sprich abgefüllt.

Das Jungbier entfaltet dann mindestens vier Wochen in Lagerfässern oder Flaschen seine volle Reife, reichert sich bei der Nachgärung auf natürliche Weise mit Kohlensäure an und erreicht die geschmackliche Vollendung.

Hausgebraute Biere werden unfiltriert und natürtrüb ausgeschenkt. Durch sein unverwechselbares, ungefiltertes Aroma ist es eine Gaumenfreude ohne gleichen. Es ist ein gutes Gefühl, wenn ein kühles Selbstgebrautes die Kehle hinunterläuft und alle Geschmacksknospen inspiriert. Dann vergisst man allen Schweiß der Arbeit, dies ist der Lohn der Mühe.

 

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